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Silvester in Europa

Wie feiern unsere Nachbarn Silvester?

Schweiz

In der Schweiz gibt es zahlreiche regional unterschiedliche Silvesterbräuche. Zu den bekanntesten zählt der Einzug der Silvesterchläuse im Kanton Appenzell. Sie sind am 31. Dezember und am 13. Januar (dem ‚Alten Silvester‘ vor der gregorianischen Kalenderreform) unterwegs. Wenn dieser Tag auf einen Sonntag fällt, dann findet das Chlausen bereits am Samstag davor statt. Es gibt drei Arten von Silvesterchläusen, „Wüeschte“ („die Hässlichen“), „Schöne“ („die Schönen“), „Schöwüeschte“ (Naturchläuse, „die Schön-Hässlichen“). Die „Schönen“ tragen aufwändige, ausladende Kopfbedeckungen, die mit Szenen aus dem bäuerlichen Leben kunstvoll verziert sind. Bei den anderen Chläusen bestehen diese Kopfbedeckungen aus Naturmaterialien, die entweder ungeordnet bleiben oder kunstvoll verarbeitet sind. Die Chläuse ziehen in der Morgendämmerung in Gruppen („Schuppel“) in die Dörfer. Dabei läuten sie mit ihren Schellen, singen und jodeln. Sie ziehen von Haus zu Haus und wünschen den Menschen „es guets Neus“, ein gutes neues Jahr. Abends kann man sie dann bis Mitternacht in den Gasthäusern antreffen.

Frankreich

In Frankreich ist es üblich, sich zu Silvester mit Freunden und Familie zu einem guten Essen und dem ein oder anderen Glas Champagner zusammen zu setzen. Private Feuerwerke sind dagegen eher nicht üblich und in Paris sogar verboten. Ein von der Stadt organisiertes Feuerwerke gibt es allerdings als Attraktion am Arc de Triomphe. Ein weiteres Highlight ist die Illumination des Eiffelturms, die seit dem Jahr 2000 üblich ist.

Spanien

Ein typisches Ritual in Spanien ist das Weintraubenessen um Mitternacht. Dabei muss man sich beeilen. Zwölf Weintrauben sollen direkt nach Mitternacht verspeist werden, eine mit jedem Glockenschlag. Alle Weintrauben müssen bis zum letzten Glockenschlag aufgegessen sein, dann darf man sich für das neue Jahr etwas wünschen. Erst nach dem Traubenessen stößt man mit Sekt oder Champagner auf das neue Jahr an und wünscht sich gegenseitig‚ "Feliz ano nuevo" ("Glückliches neues Jahr").

Griechenland

In Griechenland ist es Tradition ein Brot zu backen, in dem eine Münze versteckt wird. Jeder bekommt ein Stück des sogenannten ‚Basiliusbrots‘. Wer die Münze findet, darf auf ein glückliches Jahr hoffen. Die Zeit vor Mitternacht verbringen die Griechen mit Glücksspiel. Beim Karten- oder Würfelspiel geht es um hohe Einsätze und um das Glück im neuen Jahr.

Vereinigtes Königreich

Im schottischen Edinburgh wird vom Edinburgh Castle ein großes Feuerwerk veranstaltet. Dort trägt das Fest den Namen Hogmanay. Wenn in Schottland kurz nach Mitternacht ein großer junger Mann im Kilt, mit einer Flasche Whiskey, einem Rosinenbrot und einem Stück schwarzer Kohle vor der Tür steht, ist er ein lebendiger Glücksbringer.

Seit London sich um die Olympischen Spiele beworben hat (2012) gibt es ein Feuerwerk auf der Themse und am Riesenrad London Eye. Es dauert etwa 15 Minuten lang und lockt um die 100.000 Menschen an. Um Mitternacht läuten die Glocken von Big Ben.